Campus Quartier

Campus Quartier

Der Siegerentwurf des Londoner Architekturbüros ACME sowie seiner Partner Stadt Land Fluss (Berlin) und Kieran Fraser Landscape Design (Wien) basiert auf einem städtebaulich freiraumplanerischen Konzept, das die Entwicklung eines urbanen, gemischt genutzten Quartiers mit einer prägnanten baulich-räumlichen Struktur und eigenständiger Identität vorsieht.

Der freie Raum wird dabei für eine robuste Struktur genutzt, die gezielt immer wieder aufgebrochen wird. Im Ergebnis wird das Quartier begehbar und in alle Richtungen gut vernetzt sein – sogar die Gebäude selbst sind zum Teil durch Brücken auf den Dächern miteinander verbunden. Gegliedert wird das neue Stadtquartier durch 3 öffentliche Freiräume: den „METRO Campus“ westlich, die „Quartiersgasse“ östlich und die sogenannte „Green Lane“ südlich. Mit dem neuen Quartier entstehen einladende, differenzierte öffentliche Räume, attraktive Wohnlagen und alle notwendigen sozialen Infrastruktureinrichtungen.


Campus Park

Campus Park



Die Vision des METRO Campus basiert auf einem durchdachten Nutzungsmix, der das Potenzial einer „neuen Mitte“ für den angrenzenden Szene-Stadtteil Flingern-Nord beinhaltet. Hier werden in Ergänzung zu den bestehenden Nutzungen neue hinzugefügt, die sich nicht nur als konkretes Angebot für die künftigen Bewohner des Areals verstehen, sondern auch für die Bewohner und Nutzer in der Nachbarschaft gedacht sind. In puncto Quartiersversorgung ist auf dem METRO Campus an alles gedacht. Ateliers, Gewächshäuser, Werkstätten, Büroflächen und Co-Working-Spaces, eine Vielzahl von Einkaufs- und Erholungsmöglichkeiten sowie diverse Gastronomieangebote machen das Leben auf dem Campus lebenswert. Für die Kinder, die hier heranwachsen, sind 3 Kitas, 1 Grundschule und hochwertige öffentliche Spielplätze vorgesehen. Für die ältere Generation sind Pflegeeinrichtungen direkt auf dem Campus geplant.


Zu 100% auf Zukunft ausgerichtet

Ein wesentlicher Aspekt in der Quartiersplanung ist das Thema Nachhaltigkeit. Intensive Begrünung der Dachflächen und öffentlichen Plätze bis hin zum Regenwassermanagement nebst klimatischer Optimierung der Baublöcke wirkt dem Heat-Island-Effekt entgegen und sorgt für ein komfortables Mikroklima. In ausgewählten Bereichen werden artenreiche Vegetationsflächen und vielfältige Habitate für Pflanzen und Tiere geschaffen. Nicht begehbare Dachflächen werden extensiv begrünt. Wo möglich und sinnvoll, werden Dachflächen als Solargründächer angelegt.



Die Architektur des neuen Stadtquartiers schreibt die innovative Entwicklungshistorie des Areals fort. Denn bereits in der damaligen Industriestadt Düsseldorf hat das Gelände eine prominente Rolle gespielt:

Vor der jetzigen Nutzung durch METRO war die Gegend Standort der berühmten Schmincke-Farbfabriken, der Grafenberger Walzwerke sowie der Hohenzollern-Lokomotivwerke im Süden des Campus. Der Umzug des bisherigen METRO Großmarkts bietet nun ein großes Entwicklungspotenzial in unmittelbarer Nachbarschaft zu den verschiedenen Bestandsbauten von METRO als zukünftigem Nachbarn und den 3 angrenzenden attraktiven Vierteln Flingern, Düsseltal und Grafenberg. Die vorgeschlagenen Leitlinien zur architektonischen Gestaltung nehmen dabei Bezug auf die Historie des Gebiets. Die architektonische Identität der Blöcke wird genutzt, um Quartiere zu gliedern und die unterschiedlichen Landschaftsräume genauer zu definieren.